Jahresbericht 2008

Im Jahr 2008 haben wir vor allem auf die Eröffnung unserer Klinik in Alexandria hingearbeitet. Zwanzig Monate mussten wir auf die Bewilligung des Ministeriums für soziale Angelegenheiten warten. Doch wir waren in dieser Zeit nicht untätig.

Vorbereitung für die Klinik

Die Zeit bis zur Bewilligung haben wir genutzt, um die Klinik weiter auszubauen und geeignetes Personal für den Betrieb zu finden. Sechs Personen aus der näheren Umgebung der Klinik wurden eingestellt: Ein Direktor, eine Krankenschwester, zwei Ärzte, eine Putz- und Überwachungsperson sowie ein Buffet-Mitarbeiter.

Die Bewilligung

Der Durchhaltewille hat sich gelohnt. Unser Verein „Amal El-Kheir“ – Hoffnung des Guten – ist per 10.08.2008 bewilligt. Die Vereinserkennungsnummer lautet 2296. Das Hilfswerk darf ab sofort folgende Aktivitäten ausüben: medizinisches, soziales, kulturelles.

Tag der Eröffnung

Am 2. Januar 2009 konnten wir die Klinik endlich eröffnen. Mit minimaler Ausrüstung haben wir einen Raum für zwei Ärzte vorbereitet, um Kinder und Erwachsene zu untersuchen. Einwohner des Quartiers, rund 100’000 Personen, wurden mit Flyern, Mund-zu-Mund Propaganda und in Moscheen über die Eröffnung des neuen Hilfswerks informiert.

Reges Interesse

Direkt nach dem Freitagsgebet kamen an die 400 Männer, Jugendliche und Frauen mit kleinen Kindern zu Besuch. In der Zeit von 13.00 Uhr bis Sonnenuntergang wurden über 120 Personen von zwei Ärzten untersucht. Am ersten Tag war die Untersuchung gratis. Ab dem zweiten Tag wird die Arztuntersuchung einen symbolischen Betrag von einem Franken kosten. Bis wir weitere Ärzte und Pflegepersonal gefunden haben, wird sich jeden Tag ausser Freitag ein Arzt für 4 Stunden pro Tag um die Kranken aus der Umgebung kümmern.

Die Zukunft

Beflügelt von diesem Erfolg hat der Verein beschlossen, bald diverse weitere Aktivitäten vor Ort zu organisieren. Jugendliche, Frauen und Männer sollen lesen und schreiben lernen können. Im Sinne unserer „Hilfe zur Selbsthilfe“ denken wir über die Vergabe von Mikrokrediten für Familien-Projekte nach.